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Warum ihr euch nicht mehr als Paar fühlt, obwohl ihr euch liebt

26. Sept.
5 Min. Lesezeit

Wenn ich dir zwei Dinge nennen müsste, an denen die meisten Beziehungen scheitern, dann wären es diese: wahre Präsenz im Alltag und eine kraftvolle, ehrliche Kommunikation. Es ist nicht die Liebe, die fehlt, sondern das Verständnis und das Bewusstsein für das, was gerade ist.


Seit 21 Jahren bin ich mit Mario zusammen, und all das, was ich dir in den folgenden Zeilen schreibe, habe ich selbst so erlebt und wahrgenommen. Es geht nicht um den klassischen Abwasch oder um die Socken, die herumliegen. Es geht darum, dass aus einem "Wie geht es dir?" ein "Hast du an den Termin gedacht?" wird. Aus Neugier wird Organisation. Man funktioniert als Team, managt Kinder, Job und Haushalt. Und merkt erst spät, dass man den Menschen neben sich kaum mehr wirklich kennt und sieht.

Ich erlebe das in meiner Arbeit immer wieder. Es sind selten die grossen Dramen, die Paare trennen. Es sind die tausend kleinen Momente, in denen niemand wirklich da war und sich für den anderen interessiert hat, weil man mit sich selbst schon genug zu tun hatte.


Und nun kommt das Geheimnis – oder auch nicht.

Wir alle tragen Bindungsmuster in uns, und das seit unserer Kindheit. Du hast bestimmt schon einmal davon gehört oder gelesen. Und was ganz wichtig ist zu verstehen:

Deine Bindungsgeschichte beginnt nicht bei deinem Partner! Ihm die Schuld für dein Unglücklichsein zu geben, ist der einfachste Weg. Du musst hinschauen und verändern wollen, was dich täglich davon abhält, das Leben zu leben, das du dir heimlich so sehr wünschst und in deinem Kopfkino immer wieder durchspielst.


Die Bindungsmustern

Wie wir lieben, lernen wir lange bevor wir das erste Mal verliebt sind. Als Kind erfährt unser Nervensystem, ob Nähe sicher ist. Ob jemand kommt, wenn wir weinen. Ob wir uns zeigen dürfen, ohne zu viel zu sein. Oder ob wir lernen mussten, uns selbst zu beruhigen, weil niemand da war. Daraus entstehen Bindungsmuster, und die Bindungsforschung unterscheidet vier grundlegende Stile.


  • Wer sicher gebunden ist, kann Nähe geniessen und gleichzeitig Freiraum lassen. Konflikte fühlen sich nicht gleich wie eine Bedrohung an.

  • Wer ängstlich gebunden ist, spürt schnell die Angst, verlassen zu werden, und sucht deshalb immer wieder Bestätigung.

  • Wer vermeidend gebunden ist, hat früh gelernt, alles allein zu schaffen, und fühlt sich bei zu viel Nähe schnell eingeengt.

  • Wer desorganisiert gebunden ist, trägt beides in sich: die tiefe Sehnsucht nach Nähe und gleichzeitig die Angst davor.


Kaum jemand passt dabei genau in eine Schublade. Die meisten von uns tragen Anteile von mehreren Mustern in sich, und je nach Situation und Partner zeigt sich mal das eine, mal das andere stärker.


Besonders oft begegnet mir in Beziehungen das Zusammenspiel von ängstlich und vermeidend. Zum Beispiel spürt eine Frau bei jeder Distanz von ihrem Mann Unruhe. Sie sucht Nähe, fragt nach, braucht immer wieder Bestätigung, und je mehr sich der Mann zurückzieht, desto lauter wird sie. Der Mann fühlt sich bei zu viel Nähe eingeengt. Er wird still, braucht Raum, und je mehr sie drängt, desto weiter entfernt er sich. Er geht dann zum Beispiel viel öfter ins Fitnessstudio oder trifft sich mit Kumpels. Das kann übrigens genauso umgekehrt sein. Merkst du etwas? Die beiden befeuern sich gegenseitig. Nicht weil sie sich nicht lieben. Sondern weil jeder mit seiner alten Überlebensstrategie auf die Angst des anderen reagiert.


Präsenz – was???

Bewusste Präsenz heisst: Ich bin wirklich da. Nicht mit halbem Ohr, nicht mit der Antwort, die ich mir im Kopf schon zurechtgelegt habe. Präsenz heisst: Ich höre, was du sagst, und spüre, welche Emotion sich darunter bemerkbar macht.

Denn unter dem Vorwurf "Du bist nie da" oder "Du nimmst mich nicht ernst" liegt oft ein "Ich habe Angst, dir nicht wichtig zu sein". Und unter dem Schweigen liegt oft ein "Ich weiss nicht, wie ich es dir recht machen soll".

Wer das bewusst wahrnehmen kann, streitet anders. Weicher. Ehrlicher. Und irgendwann kommt man sich im Streit näher, anstatt sich zu entfernen. Denn auch in einer bewussten und erfüllten Ehe gehört ein gesunder Streit genauso dazu wie die Luft zum Atmen.


Die Lösung

Hier ist die gute Nachricht, und sie ist nicht bloss tröstlich gemeint: Bindungsmuster sind veränderbar. Die Bindungsforschung spricht sogar von "erarbeiteter Sicherheit". Menschen, die als Kind wenig Halt erfahren haben, können als Erwachsene lernen, sich sicher zu binden. Genau solche Muster zu erkennen und zu verstehen, kann deiner Beziehung eine ganz neue Richtung geben. Hin zu einer Liebe, die auf Nähe, Geborgenheit, Sanftheit und dem Wohlergehen des anderen beruht.


Das passiert aber nicht durch Einsicht allein. Du kannst alles über Bindungstheorie wissen und trotzdem beim nächsten Streit in dieselbe Falle tappen. Weil das Muster nicht nur im Kopf sitzt, sondern im Körper. Im Nervensystem, das in Sekundenbruchteilen entscheidet, ob es kämpft, flieht oder erstarrt. Deshalb braucht es beides: erkennen, was zwischen euch passiert. Und spüren, was in dir passiert, während es passiert.

Wenn ihr das gemeinsam lernt, könnt ihr es anders machen. Besser als all die Jahre zuvor. Nicht weil ihr plötzlich perfekt seid, sondern weil ihr endlich versteht, worum es zwischen euch eigentlich geht.


Warum dein Atem auch deiner Beziehung guttut

Viele denken bei Beziehungsarbeit an Gespräche. An Kommunikationstechniken und Ich-Botschaften. Das alles hat seinen Platz. Aber wenn dein Nervensystem im Alarm ist, erreichst du die schönsten Techniken schlicht nicht mehr.

Genau hier setzt SMT® Breathwork an. In einer Atemreise arbeitest du nicht mit dem Kopf, sondern mit all dem, was so viele Jahre nicht gesehen wurde. Mit alten Prägungen, gespeicherter Anspannung, Gefühlen, die nie Platz hatten. Vieles davon stammt aus einer Zeit, lange bevor du deinem Partner begegnet bist.


Was ich bei Frauen nach solchen Sessions immer wieder erlebe: Sie reagieren nicht mehr so schnell aus dem alten Muster heraus. Sie spüren früher, wenn etwas in ihnen hochkommt. Und sie haben etwas mehr Raum zwischen dem Auslöser und ihrer Reaktion. Genau dieser Raum verändert Beziehungen. Denn wer in sich selbst ruhiger wird, kann dem anderen wieder mit Neugier begegnen statt mit Verteidigung.

Du musst also nicht warten, bis dein Partner bereit ist. Du kannst bei dir beginnen.


Los! Erschaffe dich neu

Vielleicht hast du beim Lesen an eure letzte Auseinandersetzung gedacht. An den Moment, in dem es wieder eskaliert ist. Das ist kein Zeichen, dass eure Beziehung gescheitert ist. Im Gegenteil, jetzt dürft ihr genauer hinschauen und euch jemand zur Seite holt, die aus Erfahrung weiss, wie der weitere Weg aussehen kann und euch mit Klarheit und Expertise begleitet.


Im Paarcoaching schauen wir gemeinsam, welche Muster ihr mitbringt, wie sie sich gegenseitig auslösen und wie ihr wieder zueinander findet.


Mehr zum Paarcoaching → Paarcoaching Luzern | Larissa Wobmann


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Und wenn du erst einmal bei dir selbst beginnen möchtest, ist eine SMT® Breathwork Gruppensession ein kraftvoller erster Schritt.

Zur SMT® Gruppensession → Gruppen Session SMT Breathwork®


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Nun wünsche ich dir ein wunderschönes Wochenende. In Liebe, deine Larissa

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Proven Expert Larissa Wobmann
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